Rehabilitation beim Schilddrüsenkarzinom

Posttherapeutische Komplikationen

eitrige Wundinfektion
reinterventionsbedürftige Nachblutung
Tracheotomie erforderlich
behandlungsbedürftige Hypocalzämie
parathyreoprive Tetanie
Rekurrensparese (einseitig, beidseitig)
nach Neck dissection: Accessoriusschädigung

Rehabilitationsbezogene Funktionseinschränkungen und Behinderungen

  • Einflussnahme auf direkte Operationsfolgen
  • Wundbeurteilung und Ödembehandlung
  • Komplikationsmanagement einer Rekurrensparese mit logopädischer Betreuung (Sprachtherapie, Atemtherapie) sowie ggf. bei beidseitiger Rekurrensparese und Z. n. Anlage eines Tracheostomas Anleitung zur Tracheostomapflege, zum Umgang mit einer Trachealkanüle (auch Sprachkanüle, Kanülenwechsel)
  • Beeinflussung rezidivierend auftretender Hypocalzämien nach ausgedehnten Thyreoid-ektomien unter Mitnahme von Anteilen von Nebenschilddrüsengewebe
  • Beeinflussung rezidivierender Durchfälle (medulläres Schilddrüsenkarzinom)
  • Kontrolle der Hormonsubstitution:
    • bei papillärem und follikulärem Karzinom Gabe von Levothyroxin in TSH-supressiver Dosierung (basaler TSH-Spiegel 0,1 bis 0,2 mU/l bzw. niedrig normal bei nicht differenziertem Karzinom) lebenslang
    • bei medullärem und undifferenziertem Karzinom ca. 150 µg Levothyroxin pro Tag bei basalem TSH-Spiegel im Normbereich
  • Bewegungseinschränkung des Schultergelenkes durch unzureichende Innervation der Armheber

Medizinische Rehabilitationsmaßnahmen

logopädische Betreuung bei Vorliegen von Rekurrensläsionen
Hormonsubstitution (siehe oben)
physiotherapeutische Behandlung bei Atemfunktionsstörungen sowie allgemeine Kräftigung durch Bäder, Mobilisation, ggf. ADL-Training

Letzte Änderung am Dienstag, 22. Mai 2012 um 10:35:03 Uhr.


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