Rehabilitation beim Prostatakarzinom

Posttherapeutische Komplikationen

Nachblutung
Ileus
Rektumläsion
Wundinfektionen
Stressinkontinenz
totale Harninkontinenz
Urethralstriktur
Harnverhalt
Harnstauung
vesikorektale Fistel
Impotenz
sekundäres Bein- und Genitallymphödem
Lymphozele
Thrombose
Hämatom
Abszessbildung
Epididymitis

Rehabilitationsbezogene Funktionseinschränkungen und Behinderungen


direkte Operationsfolgen: Wundheilungsstörungen, Spätabszesse, persistierende Fisteln, Hämatome, Serome, Lymphozelen, hypertrophe Narbenbildung
Schmerzen
postoperative Parästhesien
Hernien, Komplikationen im Bereich des Urogenitalsystems
Verdauungsstörungen nach Radiatio (Diarrhoe , Proktitis, Adhäsionen, imperativer Stuhldrang, Stuhlinkontinenz)
Passagebehinderungen- Stenosen nach Operation und/ oder Radiatio
Stomaanlagen
Harninkontinenz nach Prostatovesikulektomie
obstruktive Blasenentleerungsstörungen mit Restharnbildung
weitere Nebenwirkungen und/ oder Folgen einer ggf. durchgeführten Radiatio oder Chemotherapie
Komplikationen im Bereich des Urogenitalbereiches (Harnblasendeviation, sekundäre retroperitoneale Fibrose; Harnstauung)
Lymphödem der unteren Extremitäten und/ oder der Bauchwand, und/ oder der Genitalregion
Komplikationen im Rahmen einer Metastasierung, wie Knochenmetastasen mit Schmerzen und/ oder Frakturgefährdung; pulmonale Symptome bei Lungenmetastasen u. a.
sexuelle Funktionsstörungen (Potenzverlust, Erektionsverlust etc.)
Verlustproblematik - verändertes Körperbild als Mann
Probleme der Krankheitsverarbeitung
soziale Probleme
berufliche Probleme

Medizinische Rehabilitationsmaßnahmen

Wundversorgung
Versorgung postoperativer, postradiogener Komplikationen (Hernien etc.)
Schmerztherapie
manuelle Lymphdrainage, ggf. Kompressionstherapie
Inkontinenzversorgung (Kondomurinale, Vorlagen)
Therapie von Harnwegsinfekten
Art und Ausmaß der Blasenentleerungsstörungen sollten urodynamisch basisdiagnostiziert sein und therapiert werden
bei Inkontinenz vom Stressgrad I: alleiniges Kontinenztraining
bei Inkontinenz vom Stressgrad II: Training mit Gabe eines Anticholinergikums kombiniert
bei Inkontinenz vom Stressgrad III: zusätzlich zu Training und Pharmokotherapie peranale oder perkutane Elektrostimulation
apparative Versorgung (Biofeedbackgeräte, Elektrostimulationsgeräte, externe
Stimulation des Beckenbodens)
Reflextherapie bei Parästhesien (z. B. Akupunktmassage)
allgemeine konditionierende Behandlungen (Physiotherapiegruppen, Beckenbodengymnastik etc.)
ggf. Atemgymnastik
Sexualberatung: Information, apparative und operative Hilfen. Diagnostik und Therapie unter ärztlicher Schulung, Hilfsmittelversorgung und Schwellkörperautoinjektion mit dem Ziel der GV-Fähigkeit, Therapie von Hormonmangelzuständen
Hilfsmittelersatz (Erektionshilfen)
Information/ Schulung zur Erkrankung und Folgen der Erkrankung und Therapien
Ernährungsberatung
Indikationsstellung für weitere Maßnahmen

Letzte Änderung am Dienstag, 22. Mai 2012 um 10:35:07 Uhr.


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