Rehabilitation beim Ösophaguskarzinom

Posttherapeutische Komplikationen

Anastomoseninsuffizienz
Trachealläsion
Interponatnekrose
Mediastinitis
Nachblutung
Pleuraerguss
Pleuraempyem
Wundheilungsstörungen

Nichtchirurgische Komplikationen

Aspiration
respiratorische Insuffizienz
kardiale Komplikationen
Niereninsuffizienz
Coma hepaticum

Rehabilitationsbezogene Funktionseinschränkungen und Behinderungen


Zum Teil Einschränkung der körperlichen Belastbarkeit (meist Z. n. neoadjuvanter RCTX)
Gewichtsabnahme
Fehlendes Hungergefühl
Dysphagie
Refluxsymptomatik
Durchfälle
Einschränkung der respiratorischen Funktion
Wundheilungsstörungen
Fistelbildungen (z. B. bei Anastomoseninsuffizienz, collare Fistel)
Mykosen im Verdauungstrakt (Mundhöhle)
Kolitis im Koloninterponat, Pleuraergüsse, Strahlenpneumonitis
Spezielle chemotherapieinduzierte Symptome (in Abhängigkeit von den Nebenwirkungen des jeweils eingesetzten Medikamentes)
Ggf. Heiserkeit (Rekurrensparese)

Medizinische Rehabilitationsmaßnahmen

Weiterführen spezifischer adjuvanter oder palliativer Behandlungen
Therapie von bakteriellen Infektionen und/oder von Mykosen
Behandlung von Anämien und von Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes
Frühzeitiges Erkennen von Komplikationen und von Tumorrezidiven mit Einleitung der erforderlichen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen
Ernährungstherapie und Ernährungsschulung (schrittweiser oraler Kostaufbau, Sondenernährung über PEG, parenterale Ernährung)
Versorgung von Ernährungssonden und von zentralvenösen Zugängen (PEG, Jegunocat, Broviac-Katheter, Portsysteme)
Anleitung des Patienten (und ggf. der Angehörigen) bei der Versorgung von Ernährungssonden und von Kathetersystemen
Versorgung von Fisteln (einschließlich Stomaberatung und –betreuung bei collaren Fistelbildungen)
Versorgung sekundär heilender Wunden
Physiotherapeutische Maßnahmen zur Verbesserung der körperlichen Belastbarkeit und der respiratorischen Funktion
Schmerztherapie (medikamentös und physiotherapeutisch)
Logopädische Behandlung (z. B. Rekurrensparese)
Schlucktraining
Patientenschulung unter der Zielstellung ”Ausschalten von Risikofaktoren”

Letzte Änderung am Dienstag, 22. Mai 2012 um 10:35:04 Uhr.


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