Rehabilitation beim Lungenkarzinom
Posttherapeutische Komplikationen
- Nachblutung
- Sero-/Pneumothorax
- Chylothorax
- Rekurrensparese
- Phrenicusparese
- Wundinfekt
- Parenchymfistel
- Pleuraempyem
- Bronchusfistel
- nach Radiatio: Pneumonitis, lokale Hautschädigung.
- nach Chemotherapie: vor allem neurologische Toxizität, Hauttoxizität
- respiratorische Insuffizienz
- kardiopulmonale Komplikationen
- renale Komplikationen
Rehabilitationsbezogene Funktionseinschränkungen und Behinderungen
- Einschränkungen der Belastbarkeit durch kardiorespiratorische Funktionseinschränkung bei ausgedehnten Lungenparenchymresektionen
- respiratorisch dominierend (Leitsyndrom: Dyspnoe)
- kardial dominierend (Leitsyndrom: Arrhythmie)
- Einschränkungen der Beweglichkeit des knöchernen Thorax
- schmerzbedingt (Wunde, Interkostalnervenläsion)
- bedingt durch Resektion knöcherner Anteile der Brustwand
- akut einsetzende Einschränkungen bzw. Symptome
- Hustenreiz und Auswurf bei Bronchusstumpfspätfistel
- Temperaturerhöhung bei Pneumonie infolge Atelektase
- fieberhafte Thoraxschmerzen bei Pleuritis
- Entwicklung eines Spätempyems mit reduziertem Allgemeinzustand und Temperaturerhöhung
- Einschränkungen der allgemeinen körperlichen Belastbarkeit
Medizinische Rehabilitationsmaßnahmen
Die medizinische Rehabilitation umfasst die unmittelbar postoperativ sowie im weiteren Verlauf erforderlichen medizinischen Maßnahmen:
- Thromboseprophylaxe
- Schmerztherapie
- Herz-Kreislauf-Training
- Atemtherapie und respiratorische Konditionierung auch unter Einsatz von Hilfsmitteln, z. B. Atemtrainer
- allgemeine Physiotherapie mit dem Ziel zunehmender Belastbarkeit
- Nikotinverbot
- ggf. Inhalationstherapie
- ggf. medikamentöse Unterstützung zur Bronchodilatation und Sekretolyse sowie zur kardialen Stabilisierung (ggf. Kardiaca)
- Weiterführung spezifischer adjuvanter oder palliativer Behandlungen
- Verbesserung bzw. Erhalt von Motorik und Feinmotorik
Letzte Änderung am Mittwoch, 8. Februar 2012 um 17:49:38 Uhr.