Rehabilitation beim Hauttumor
Posttherapeutische Komplikationen
- Erhöhtes Blutungsrisiko, intraoperativer Blutverlust, Nachblutungen
- Wundinfektionen
- Wundheilungsstörungen mit Untergang von Gewebe (insbesondere bei ausgedehnten Lappenplastiken)
- Hämatom
- Serome
- Schmerz
- Sepsis
- Verletzung umliegender Strukturen, z.B. Nervenverletzungen motorisch und sensibel/ Sensibilitätsstörung, Lymphgefäßverletzungen
- Persistierende Fisteln
- Spätabszesse
- Allergische Reaktionen bzw. Intoleranzreaktionen
- Thrombosegefahr bei operationsspezifische erhöhten Risiko bzw. partieller Immobilisierung des Patienten oder der Extremitäten
- Lungenembolie
- Kardiopulmonale Komplikationen
- Lymphödem nach (Sentinel)Lymphonodektomie
Rehabilitationsbezogene Funktionseinschränkungen und Behinderungen
- Handicap-Soziale Stigmatisierung, z.B. durch Narben
- Handicap-Berufliche Desintegration
- Impairment-Schädigung mit funktioneller Störung, z.B. eingeschränkte Gelenkbeweglichkeit durch narbige Kontraktur
- Disability-Funktionsstörung, z.B. Einschränkung beim Treppensteigen
- Prothetische Versorgung, Versorgung mit Epithesen
- Sekundäre Lymphödeme
- Postoperative Parästhesien, Nervenausfallerscheinungen
- Komplikationen im Rahmen von Metastasierung
- Psychogener Potenz- und Libidoverlust
- Appetitlosigkeit, Essstörungen, Gewichtsverlust
- Nebenwirkung einer Zytokin-Therapie
Medizinische Rehabilitationsmaßnahmen
- Einflussnahme auf direkte Operationsfolgen
- Suffiziente Schmerztherapie
- Thromboseprophylaxe
- Therapie der Myelosuppression und ihrer Folgen
- Antiemese
- Supportivtherapie bei Knochenmetastasen
- Postoperative Wundversorgung
- Krankengymnastische- und physiotherapeutische Maßnahmen (Lymphdrainage, Massage, Muskelaufbautraining, Kompressionsverbande usw.)
- Psychologische Betreuung
- Betreuung durch Sozialarbeiter, Sozialmedizinische Beratung und berufliche Rahabilitation (Wiederherstellung oder Besserung der Erwerbsfähigkeit)
- Patientenschulungen/ Selbsthilfegruppen/ Selbstuntersuchungen/ Prohylaxe
- Nachsorgeintervalle sind diagnosebezogen fixiert
- Medizinische Rahabilitation (Behandlung von tumor- sowie therapiebedingten Beschwerden)
- Indikation evtl. weiterer adjuvanter Maßnahmen (Operationen, Radatio, Immun- oder Chemotherapie usw.) oder palliativer Behandlungen
- Plastisch-chirurgische Wiederherstellungsoperationen
Literaturverzeichnis
Buhles N, Sander C. Dermatoonkologische Rehabilitation. Hautarzt 2005 Jul;56(7):659-64.
Leiter U, Stroebel W. Sozialmedizinische Maßnahmen nach Melanomdiagnose. Onkologie aktuell 2006; 4:401-404.
Reinhold U. Nachsorge und Behandlung des Melanoms in der dermatologischen Praxis. Onkologie aktuell 2006; 4:405-409.
Ugurel S, Enk A. Skin cancer: Follow-up, rehabilitation, palliative and supportive care. J Dtsch Dermatol Ges. 2008 Jun;6(6):492-8.
Wehrmann J. Indications for psychosomatically-oriented dermatologic rehabilitation. Hautarzt. 1996 Apr;47(4):253-7.
Wehrmann J.Guidelines for rehabilitation of dermatological diseases. Hautarzt 2005 Jul;56(7):626-30.
Letzte Änderung am Mittwoch, 8. Februar 2012 um 17:49:44 Uhr.